BDSM Seite der Frauen in Franken

B D S M ?

Sado-Maso, SM, BDSM oder Lack & Leder haben viele - und vielleicht auch Ihr lieber Leser - sicher schon einmal gehört. Daher ist das Thema irgendwie bekannt, "man" hörte die Begriffe irgendwo. Was sie aber genau bedeuten, warum es Menschen schätzen, lieben, leben - darüber schweigt man. Vorurteile darüber gibt es viele. Und es gibt die Angst, sich zu seinen Neigungen zu bekennen. BDSM ist eine vielfältige erotische Kultur. Es geht um Facetten von Erotik, die vielleicht heftig aussehen, die aber vor allem mit Lust, Kreativität, Vertrauen, Einfühlsamkeit und Offenheit zu tun haben.


BDSM ist ein unterschiedlich lesbarer Begriff und steht für:

Bondage and Discipline
Fesselung und Bestrafung

Dominance and Submission
Herrschaft und Unterwerfung

Sadochism and Masochism
Sadismus und Masochismus



Nicht jeder, der BDSM lebt, wird jeden der drei Teile in Reinkultur ausleben. Überhaupt ist es schwer, Grenzen zu ziehen - die Übergänge sind fließend. BDSM in der anderen Lesart sagt: Es kann niemand alleine BDSM leben oder spielen. Es ist Natur von BDSM, das alles im gegenseitigen Einvernehmen stattfindet - auch wenn es für Außenstehende heftig aussieht oder sich anhört.


SadoMasochismus ist eine Spielart von Sexualität und Liebe, in der auf der Grundlage des gegenseitigen Einverständnisses aller Beteiligten Inszenierungen und Rituale von Macht, Ohnmacht, Unterwerfung oder Schmerz eine wichtige Rolle spielen. Dabei ist BDSM eine aus dem Englischen in die deutsche sadomasochistische Kultur übernommene Abkürzung, die für die unterschiedlichsten vorkommenden Vorlieben steht: Manche empfinden es als lustvoll, Schmerzen zu empfangen oder zuzufügen. Andere lassen ihren Fantasien in Rollenspielen freien Lauf, wieder andere genießen die Hilflosigkeit und die Ästhetik bei einem Fesselspiel oder geben ihre Macht an ihren Partner ab, der diese achtend entgegennimmt. Oft wird dies kombiniert mit Kleidung, welche die erotische Atmosphäre unterstreicht.


Wie unterschiedlich sadomasochistische Praktiken auch aussehen mögen - sie folgen gewissen Regeln: Unser Grundsatz ist Safe, Sane, Consensual & Fun (SSC), was "sicher, vernünftig & einvernehmlich" bedeutet und vor allem allen Beteiligten Spaß machen soll. Sicher meint dabei, dass körperliche wie seelische Schäden vermieden werden. Vernünftig drückt aus, dass man ein Spiel im Rahmen seiner geistigen und körperlichen Möglichkeiten gestaltet und seine Fantasien mit einer ordentlichen Portion gesundem Menschenverstand in die Realität umsetzt.


Einvernehmlichkeit heißt, dass die Handlungen innerhalb eines abgesteckten Rahmens verlaufen und beide Partner in das einwilligen, was geschehen soll. Grenzen müssen respektiert werden! Dabei kann z. B. mittels eines vorher vereinbarten Safewords, eines verbalen Signals, jederzeit wenn etwas schief läuft, das Spiel abgebrochen werden.

Dieser Text ist mit freundlicher Genehmigung von BDSM Franken e.V.

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